Da ich einer bin der gerne gegen den Strich bürstet, schreibe ich folgendes zum wachsenden Cybertrend: Social Networks
Dank Web 2.0 wird das "neue" und angeblich neuerfundene WorldWideWeb mit unintressanten und von jeglicher nützlicher Information entfremdeten Inhalten zugemüllt. Sogenannte User posten über Facebook oder dem Microblogging-Dienst Twitter langweiligen und für die Menschheit (oder sogar für die Gesellschaft) unbrauchbaren Müll. Dieser User Generated Content, wie er im Fachjargon bezeichnet wird, den ich doch lieber als User Generated Trash betiteln möchte, entstammt aus langweiligen und konversationsgeschädigten Menschenhirnen mit einem Drang nach einem permanenten Gefühls des Sich-mitteilen-müssens.
Diese sozialen Nerds, die sich durch ihre x-hundert Facebook-friends oder Followers (Twitter) definieren, suchen in selbstgenerierten und unsinnigen Post mit dutzenden "Gefällt mir"-Klicks und Comments ein Gefühl des Wichtigseins und der Existenz, um ihr mikriges Selbstbewusstsein kurzzeitig um ein Minimum zu stärken.
Nun ernsthaft:
Warum haben so viele Menschen eigentlich ein derart ausgeprägtes Verhalten, Informationen ohne jeglichen Inhalt schnell unter die Leute zu bringen?
Auch sind viele Social Network-Nutzer schlicht und einfach zu unterbelichtet um zu wissen, dass potenzielle Arbeitsgeber den Bewerber erstmals gründlich (um beim Fachjargon zu bleiben verwende ich nun etablierte Szenebegriffe) googelt und facebookt. Werden dort peinliche und entblösende Fotos der vergangenen Geburtstagsparty, die auf keinerlei Schamgefühlen schließen lassen gefunden,so wars das mit der Karriere.
Auch mit den, mit den Privacy-Einstellungen verbundenen, Gefahren sollte man gewissenvoll und ohne vorschnelle Ignoranz handeln, denn wer persönliche Informationen, wie Telefonnummer oder Hausadresse freigibt, gibt sie allen! Daraus resultieren unter anderem Mobbing, Stalking, Telefonterror etc.
Schlusswort:
Social Networks kann man nutzen, man sollte dennoch darauf achten, dass es nicht zur massiv-intensiven Nutzung bzw. dass es nicht zur psychischen Abhängigkeit kommt. Die Privacy-Einstellungen und das Behandeln der persönlichen Informationen sollten recht bedacht und seriös gehandhabt werden, damit man am Ende nicht selbst zu Schaden kommt.
Ich hoffe mal, dass nicht jeder Facebook als die meistbenutzte Seite oder sogar als Startseite in seinem Browser hat, denn meiner Meinung wäre dies ein Zeugnis von Armut.
Wer sagt denn gegen den Strom schwimmen sei falsch oder mit dem Strom schwimmen sei richtig?
Ich betrachte dieses Thema mit gesunder Skepsis und bin und bleibe kein großer SocialNetwork-User.
Edit: Das Thema ist zu informationsumfassend, damit man mit einem Post tiefer darauf eingehen könnte, deshalb werde ich es bestimmt nochmal aufgreifen und behandeln.
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